Beurteilung / Schullaufbahnentscheide

Allgemeines Art.2

Grundlage für die Beurteilung von Schülerinnen und Schülern bilden die Direktionsverord­nung (DVBS) über die Beurteilung und Schullaufbahnentscheide in der Volksschule vom 6.3.2018" und der ,,Lehrplan 21 für den Kanton Bern".

Wir haben am OSZ Wattenwil Vereinbarungen getroffen und die Schulkommission darüber informiert. Für weitere Informationen bieten sich Ihnen folgende Möglichkeiten: Die Informa­tionsbroschüre der ERZ ,,Beurteilung in der Primarstufe und in der Sekundarstufe I der Volks­schule", die Webseite der ERZ oder ein Gespräch mit der Klassenlehrkraft oder der Schullei­tung.

 

FLUT Art. 3

Am OSZW beurteilen wir nach den Grundsätzen von FLUT. Dies bedeutet, dass wir förderorien­tiert, lernzielorientiert, umfassend und transparent beurteilen.

 

Funktionen der Beur­teilung Art.4-6

Die Schülerinnen- und Schülerbeurteilung erfüllt folgende Funktionen:

Beurteilung und Begleitung des Lernprozesses, Beurteilung des Leistungsstandes und eine Selbstbeurteilung. Das OSZW verwendet die von der ERZ zur Verfügung gestellten Dokumente.

 

Dokumentenmappe Art.8

Jeweils Ende Schuljahr wird anhand des Beurteilungsberichts und des Portfolios die Beurteilung der Schülerinnen und Schüler den Eltern schriftlich mitgeteilt.

 

Standortgespräch, Gegenseitige Kontakte Art. 9/ 10

Die Klassenlehrkräfte führen mit den Eltern und der Schülerin oder dem Schüler jährlich das Standortgespräch durch. Dieses findet in den Monaten Januar/Februar statt. Die Durchführung und allfällige Absprachen werden dabei in einem Protokoll festgehalten.

Während des Semesters nehmen Eltern und Lehrpersonen gegenseitig Kontakt auf, wenn Be­obachtungen zur Leistung und/oder den personalen Kompetenzen und Schlüsselkompetenzen dies nötig machen. Weitere Kontakte zur gegenseitigen Information sind möglich.

 

Kompetenzorientierte Beurteilungen Art. 18 Lehrplan 21 AHB5.2.3

Die Schülerinnen und Schüler erhalten prozessbegleitende (formative), bilanzierende (summati­ve) und bei Schullaufbahnentscheiden (G1, FMS, WMS, IMS, BMS) prognostische Rückmeldung. Die summative Beurteilung umfasst folgende drei Beurteilungsgegenstände: Produkt, Lernkont­rolle und Lernprozess. Sie wird am Ende des Schuljahres im Beurteilungsbericht in der Dokumen­tenmappe festgehalten.

Die Beurteilung des Lernprozesses hat anteilmässig das kleinste Gewicht. Die Beurteilungsgegen­stände Produkt und Lernkontrollen werden ausgewogen gewichtet.

Lernprozesse, Lernzielkontrollen und Produkte werden am OSZW mit einer Note oder mit Worten bewertet.

Dies betrifft: Die Zuweisung zu einem Schultyp der Sekundarstufe I, integrale Stufenwechsel so­wie Niveauwechsel in einem der Fächer Deutsch, Französisch und Mathematik, die Zuweisung zum Spezialunterricht oder in eine besondere Klasse, die Arbeit mit individuellen Lernzielen, die Wiederholung oder das überspringen eines Schuljahres, die Übertritte in weiterführende Schulen der Sekundarstufe II.

Für Schülerinnen und Schüler, die das Gymnasium oder eine andere weiterführende Schule be­suchen wollen, erfolgen die Schullaufbahnentscheide (prognostische Beurteilung) Mitte des 8. bzw. 9. Schuljahres.

Besuchen die Schülerinnen oder die Schüler mindestens zwei der drei oben erwähnten Fächer im höheren Niveau, werden sie im Sekundarschultyp unterrichtet.

Die Schulleitung trifft die Schullaufbahnentscheide. Die Schulkommission wird darüber infor­miert.

Schullaufbahnentscheide werden in der Regel auf das Ende des Schuljahres getroffen. Sie können aber, wenn es nötig und sinnvoll ist, für einzelne Schülerinnen und Schüler individuell jederzeit getroffen werden.

Erreicht die Schülerin oder der Schüler am Ende des Schuljahres die oben genannten Promotions­bedingungen nicht, so wechselt sie oder er in einen tieferen Schultyp oder wiederholt das letzte Schuljahr desselben Schultyps.

Dies gilt auch für einzelne Niveaufächer, allerdings ohne Wiederholungsmöglichkeit.

 

Promotionsbestimmun­gen Wiederholung Art. 52 - 58 ff

Eine Sekundarschülerin oder ein Sekundarschüler wird für das nächste Schuljahr promoviert, wenn er oder sie in höchstens drei aller obligatorischen Fächer eine Note unter 4 (ungenügende Note) erreicht. Dabei darf höchstens eines der Fächer Deutsch, Französisch oder Mathematik be­troffen sein. Erreicht eine Realschülerin oder ein Realschüler im Beurteilungsbericht in der Mehr­heit aller Fächer eine Note unter 4, so wiederholt sie oder er die letzten beiden Semester. Eine Schülerin oder ein Schüler wechselt in den höheren Schultyp, wenn die begründete Annahme besteht, dass er oder sie den höheren Anforderungen zu genügen vermag.

Schülerinnen und Schüler des Realschultyps können das 7. Schuljahr im Sekundarschultyp wie­derholen, wenn die begründete Annahme besteht, dass sie den erhöhten Anforderungen zu ge­nügen vermögen.

Die Aufnahme in die weiterführenden Bildungsgänge richtet sich nach der kantonalen Gesetz­gebung.