Spezialunterricht

Spezialunterricht

Es gibt immer wieder Kinder, welche sich in bestimmten Bereichen – wie Denken, Wahrnehmung, Gefühle, Bewegung, Sprache und im Umgang mit Andern – nicht altersentsprechend entwickeln. Das kann dazu führen, dass diese Kinder den Anforderungen des Unterrichts und des Alltags nicht gewachsen sind.

Bei auftretenden Schwierigkeiten können Lehrpersonen des Kindergartens und der Schule sowie die Eltern direkt mit der entsprechenden Speziallehrkraft Kontakt aufnehmen.

 


Die Speziallehrperson

     berät Lehrpersonen und Eltern
     klärt Kinder ab
     fördert Kinder in einem Spezialgebiet, in der Regel in einer Kleingruppe
     begleitet die Klasse

Der Spezialunterricht ist ein Angebot der Schule.
In der Regel findet die Förderung während der Unterrichtszeit statt.
Die Kosten werden vom Kanton übernommen.
Alle Speziallehrpersonen unterstehen der Schweigepflicht.

 

 

Psychomotorik

Die Psychomotoriktherapie (PMT) ist ein Angebot der Schule und richtet sich an Kinder, welche in ihrem Bewegungsverhalten, in der Wahrnehmung, im Umgang mit Emotionen oder in ihrem Sozial- und Beziehungsverhalten Schwierigkeiten zeigen. Diese äussern sich konkret zum Beispiel durch Ungeschicklichkeit in der Grob-, Fein- und Grafomotorik, Auffälligkeiten in der Körper- und Raumwahrnehmung, in Konzentrationsschwierigkeiten, unsicherem oder ängstlichem Verhalten sowie in Schwierigkeiten die eigenen Gefühle und das Verhalten zu regulieren. Hier kann die Psychomotorik aufgrund ihres ganzheitlichen Therapiekonzepts das Kind wirksam unterstützen.

Im Zentrum der Psychomotoriktherapie stehen erlebnisorientierte Bewegungs- und Spielsituationen, welche auf den Ressourcen des Kindes aufbauen. Damit fördert die Psychomotoriktherapie:

 

· die motorische Geschicklichkeit

· die Selbständigkeit

· die Sinneswahrnehmung

· die Selbstwahrnehmung

· die soziale Kompetenz

· die Fähigkeit, die eigenen Gefühle sowie das Verhalten zu regulieren

· das Vertrauen in sich selbst und die Umwelt

 

Zur Beurteilung, ob eine Psychomotoriktherapie für ihr Kind angezeigt ist, kann eine psychomotorische Abklärung Aufschluss bringen. Die Anmeldung zur Psychomotorik-Abklärung erfolgt durch die Eltern und Lehrpersonen. Weitere Informationen zur Psychomotoriktherapie finden Sie unter www.psychomotorik-schweiz.ch

 

Logopädie

Die Unterstützung richtet sich an Kinder mit Auffälligkeiten in der gesprochenen und geschriebenen Sprache sowie im Rechnen. Dazu gehören

     Kommunikationsverhalten: Das Kind vermeidet das Sprechen; der Blickkontakt fehlt.
     Sprachverständnis: Das Kind führt Anweisungen nicht oder falsch aus.
     Wortfindung: Das Kind kann bekannte Wörter nicht abrufen.
     Wortschatz
     Satzbau
     Aussprache
     Redefluss (Stottern, Poltern)
     Stimme, Atmung
     Lesen und Schreiben
     Rechnen

Spielerisch und unter Einbezug von Wahrnehmung und Motorik wird die Weiterentwicklung der Sprache und des Sprechens unterstützt.

Ziele:
Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit des sprachauffälligen Kindes

Verständnis für Zahlen, Mengen und Rechenoperationen fördern

 


Schulische Heilpädagogik

Die Unterstützung richtet sich an Kinder, Eltern und Lehrpersonen beim Auftreten der unterschiedlichsten Schwierigkeiten.

Die Arbeit der Schulischen Heilpädagogin ist vielfältig:

     Gemeinsam verantworteter Unterricht zusammen mit der Regellehrkraft
     Erfassen von Kindern mit Schulschwierigkeiten
     Planen, einleiten, durchführen oder begleiten von besonderen Massnahmen in Zusammenarbeit mit der Regelklassen-Lehrperson,
        dem familiären Umfeld und den beteiligten Fachstellen
     Förderung von einzelnen Kindern im kognitiven, emotionalen und sozialen Bereich
     Triagefunktion bei komplexen Schulschwierigkeiten
     Prävention und Intervention in den Klassen
     Beratung von Lehrkräften bei schwierigen Unterrichtsverhältnissen
     Beratung von Eltern in Zusammenarbeit mit der Klassenlehrperson
     Unterstützung und Beratung von Schulleitungen, Schulen und Schulbehörden in Schulentwicklungsfragen

Ziele:
Selbstvertrauen, Wohlbefinden und Eingliederung in die Schulgemeinschaft fördern
Hilfestellung bei der Leistungsverbesserung
Selbständige Bewältigung noch bestehender Schwierigkeiten unterstützen