Filmwoche(18)
So, 01. Juni 2014
Als Abschlussprojekt für unsere Zeit hier am OSZ Wattenwil hat sich unsere Klasse für ein Filmprojekt entschieden. Anfang Februar hatten wir vier Gruppen gebildet, jede Gruppe sollte ein eigenes Drehbuch schreiben und einen eigenen Kurzfilm drehen. Nachdem die Gruppen gebildet waren, passierte für längere Zeit nicht mehr viel. Jeder machte sich zwar so seine Gedanken über die Handlung und in der Schule schauten wir für einige Lektionen lang verschiedene Kameraeinstellungen an, das Drehbuch wurde aber erst nach den Frühlingsferien fertig. Es wurde im Mai sogar eine Woche reserviert, in der die Schule ausfiel, damit wir Zeit zum Drehen hatten.
Eine ganze Woche lang einen Film drehen, das tönt am Anfang ja ganz locker und „unanstrengend“, wie wir aber schon bald feststellten, war es das aber ganz und gar nicht.
Der Film, den unsere Gruppe drehte, sollte im Wald spielen. Wir begannen am Montagabend mit einer Szene, in der wir brätelten. Da lief eigentlich noch alles wie geplant, die Schauspieler hielten sich an die Texte aus dem Drehbuch usw...
Jedoch hatten wir ab dem Dienstagmorgen ein riesiges Problem; es regnete unvorstellbar stark und war sehr kalt. Von da an mussten wir improvisieren:
Der im Voraus gemachte Drehplan wurde komplett verändert, da bei einigen Szenen unbedingt gutes Wetter sein musste und wir hielten uns nur noch grob an das Drehbuch und improvisierten viel. So sind wir sicher während der Hälfte des Films in Regenjacken und Regenhosen eingepackt zu sehen. Wir bauten unser Zelt aus Militärplachen (was zwar wasserdicht, aber mühsam zum Aufbauen ist) trotz des Regens auf und drehten dann, als der Regen etwas nachgelassen hatte, einige Szenen. Das Problem war aber, dass der Boden jetzt total aufgeweicht und ziemlich glitschig war.
Am Mittwoch war das Wetter nur wenig besser als am Dienstag, aber so langsam gewöhnte man sich an den Regen und matschigen Waldboden.
Als wir die Aufnahmen in einer Drehpause sichteten, fiel uns auf, dass mindestens die Hälfte der Aufnahmen, welche wir am Mittwoch gedreht hatten, keinen Ton hatten. Das heisst, wir mussten all diese Stellen nachdrehen.
Am Donnerstag war das Wetter dann besser und wir mussten nur noch die ersten Szenen drehen. Das waren die, in welchen wir in den Wald kamen und unser Zelt aufstellten(eigentlich war es nicht geplant gewesen, die ersten Szenen am Schluss zu drehen, aber da hatte uns das Wetter einen Streich gespielt.).
So sah der Donnerstag darin aus, dass wir das bereits aufgebaute Zelt wieder abbauen und mit allem anderen Material nach unten tragen mussten, damit der Lagerplatz leer war. Dann schleppten wir das ganze Material wieder nach oben (der Wald war nämlich ziemlich steil), und stellten das Zelt wieder in langer Arbeit auf, während wir von unserem Kameramann gefilmt wurden. Am Schluss trugen wir wieder alles nach unten zu unseren Velos.
Damit waren unsere Drehtage beendet. Ich hätte mir vor dieser Filmwoche nicht vorstellen können, wie viel Arbeit aber vor allem auch Spass hinter so einem Film steckt. Gelernt habe ich aber auch, dass man, wenn man in kurzer Zeit einen Film drehen will, gut improvisieren können muss.
Flurina
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Skilager Blatten(58)
Mo, 03. Februar 2014 - Fr, 07. Februar 2014
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